Willkommen auf dem Hof am Seeberg

Seit 1967 Demeter Landwirtschaft mit Liebe und Hingabe. Kommen Sie vorbei und genießen Sie frische, hochwertige Produkte direkt von unserem Hof!

Ein neues Kapitel für unseren Hof 

Manche Entscheidungen trifft man nicht von heute auf morgen. 

Man denkt darüber nach, verwirft Gedanken wieder, sucht nach anderen Wegen – und irgendwann merkt man, dass sich etwas verändern muss. 

Nach vielen Jahren haben wir deshalb eine Entscheidung getroffen, die uns alles andere als leichtfällt: Wir werden unsere Milchviehhaltung in ihrer bisherigen Form beenden und einen großen Teil unserer Jersey-Herde abgeben. 

Über uns

Demeter Landwirtschaft seit 1967
60 Jersey Kühe die mit modernem Lely Melkroboter gemolken werden.
Alle Kälber dürfen bei unseren Ammen Aufwachsen.

An unsere Milchtankstelle gibt es rund um die Uhr frische Rohmilch und weitere Leckereien.
Auf unseren rund 100 ha Ackerflächen bauen wir Futter für unsere Kühe an was für eine diversere Fruchtfolge sorgt, unter anderem wächst bei uns aber auch Weizen, Nackthafer, Dinkel, Mais und Sonnenblumen.

Jersey Kühe

Ein neues Kapitel für unseren Hof 

Manche Entscheidungen trifft man nicht von heute auf morgen. 

Man denkt darüber nach, verwirft Gedanken wieder, sucht nach anderen Wegen – und irgendwann merkt man, dass sich etwas verändern muss. 

Nach vielen Jahren haben wir deshalb eine Entscheidung getroffen, die uns alles andere als leichtfällt: Wir werden unsere Milchviehhaltung in ihrer bisherigen Form beenden und einen großen Teil unserer Jersey-Herde abgeben. 

Warum wir diesen Schritt gehen 

Unsere Kühe und die Art, wie wir sie halten, waren und sind ein wichtiger Teil unseres Hofes. Weidegang, kuhgebundene Kälberaufzucht, Hörner und eine möglichst natürliche Haltung waren für uns nie einfach schöne Begriffe. Sie sind Teil unserer Überzeugung und der Art, wie wir Landwirtschaft verstehen. 

Gerade deshalb haben wir uns diese Entscheidung so schwer gemacht. 

Wir reagieren auf die Folgen des Klimawandels 

In den vergangenen Jahren haben wir immer deutlicher gespürt, wie sehr sich die Bedingungen verändern. Lange Hitzeperioden (35 Tage mit über 30 Grad im letzten Sommer), Trockenheit und ausbleibender Niederschlag machen eine konsequente Weidehaltung zunehmend schwieriger. 

Unsere Jerseys sind Weidekühe. Sie sollen raus, grasen, sich bewegen und möglichst viel ihres Futters selbst auf der Weide aufnehmen können. Wenn die Weiden im Sommer jedoch über Wochen kaum noch nachwachsen und die Hitze den Tieren merklich zusetzt, kommen wir immer häufiger an einen Punkt, an dem unser Anspruch und die tatsächlichen Bedingungen nicht mehr zusammenpassen. 

Gleichzeitig bedeutet Milchviehhaltung, jeden einzelnen Tag zuverlässig zu melken, zu füttern und zu versorgen – unabhängig davon, wie die Bedingungen draußen sind. 

Für uns stellte sich deshalb immer öfter die Frage: 

Können wir die Milchviehhaltung langfristig noch so betreiben, wie wir es für unsere Tiere, unsere Flächen und unseren Hof für richtig halten? 

Unsere Antwort darauf ist inzwischen klar. 

Für uns bedeutet Tierwohl auch, rechtzeitig zu erkennen, wenn ein anderer Weg der bessere ist. 

Was wird aus unseren Jerseys? 

Das war wahrscheinlich die schwierigste Frage von allen. 

Eine Herde, die man jeden Tag um sich hat, verkauft man nicht einfach irgendwohin (wir zumindest tun das nicht). 

Viele unserer Kühe kennen wir seit ihrer Geburt. Wir kennen ihre Mütter und Großmütter, ihre Eigenheiten und ihre Geschichten. Wir wissen, welche Kuh schon als Kalb besonders neugierig war, welche immer als Erste am Tor steht und bei welcher man Jahre später plötzlich die Großmutter im Gesicht ihrer Enkelin wiedererkennt. 

Umso glücklicher sind wir, einen Bio-Betrieb im Hochmoor an der Nordseeküste gefunden zu haben, der einen großen Teil unserer Kühe gemeinsam übernehmen wird. 

Dort erwartet unsere Jerseys genau das, was wir uns für ihre Zukunft wünschen: satte grüne Weiden. 

Sie dürfen weiterhin Weidekühe sein und kommen zu Menschen, die sie und ihre besonderen Eigenschaften zu schätzen wissen. 

Zu wissen, dass unsere Kühe dort gemeinsam einen neuen Lebensabschnitt beginnen können und weiterhin so gehalten werden, wie wir es uns für sie wünschen, macht den Abschied nicht einfach – aber sehr viel leichter. 

Warum wir weiterhin Rinder halten 

Ein Teil unserer Kühe wird bei uns bleiben. Wir möchten in kleinerem Umfang mit Mutterkühen weitermachen. 

Auf den ersten Blick mag das widersprüchlich wirken: Wenn unsere Flächen für Milchkühe zunehmend schwieriger werden, warum soll die Haltung von Mutterkühen besser funktionieren? 

Der entscheidende Unterschied ist die Flexibilität. 

Eine Mutterkuh muss nicht mehrmals am Tag zum Melken zurück in den Stall. Ihre Milch ist für ihr Kalb da. Dadurch können wir unsere Rinder auch auf Flächen bringen, die für unsere Milchkühe bisher nicht infrage kamen. 

Sie können gemeinsam mit ihren Kälbern auf weiter entfernten Flächen stehen und beispielsweise Zwischenfrüchte direkt auf unseren Ackerflächen abweiden. 

So können wir Tierzahl und Flächennutzung viel stärker danach ausrichten, was in einem bestimmten Jahr tatsächlich wächst und zur Verfügung steht. 

Wir können also weiterhin Rinder halten – aber in einer Form, die wesentlich besser zu unserem Standort und zu den Bedingungen passt. 

Es ist deshalb kein Abschied von den Kühen und auch kein Abschied von der Landwirtschaft. 

Es ist eine Neuausrichtung unseres Hofes. 

Auch für unsere Kunden wird sich etwas verändern 

Mit dem Ende unserer Milchviehhaltung wird auch unsere Milchtankstelle in den kommenden Wochen schließen. 

Dieser Schritt fällt uns besonders schwer. Die eigene Milch und der direkte Kontakt zu euch waren ein wichtiger Teil unseres Hofes. 

Unsere Direktvermarktung endet damit aber nicht. 

Unser hochwertiges Fleisch wird es weiterhin geben. Gleichzeitig möchten wir unser Sortiment in Zukunft erweitern und euch weitere Produkte von unserem Hof anbieten. 

Auch der Hof selbst wird sich weiterentwickeln. 

Ein Teil unseres Stalles wird weiterhin für unsere Rinder genutzt. Andere Bereiche werden neue Aufgaben bekommen. Die Lagerung und möglicherweise auch die Trocknung unseres eigenen Getreides werden wichtiger werden. Auch der Anbau und die Verarbeitung von Sonderkulturen können künftig eine größere Rolle spielen. 

Darüber hinaus möchten wir Möglichkeiten für Pferde und ihre Menschen schaffen – mit einer Haltung, bei der möglichst artgerechtes, naturnahes Leben und viel Bewegung im Mittelpunkt stehen. 

Wir hören also nicht mit Landwirtschaft auf. 

Wir verändern sie. 

Und trotzdem wird etwas fehlen 

Natürlich hängt an dieser Entscheidung viel Emotion. 

Ich werde es vermissen, morgens in den Stall zu gehen und mir die frischeste und für mich leckerste Milch überhaupt direkt für meinen Kaffee zu holen. 

Ich werde es vermissen, ein kleines Kalb anzuschauen und mir Gedanken darüber zu machen, ob die Enkelin einer unserer Kühe irgendwann einmal genauso eine wunderschöne, gesunde alte Kuh sein wird wie ihre Großmutter. 

Denn irgendwann besteht eine Herde nicht mehr aus Nummern. 

Man kennt die Familien. Man kennt ihre Eigenheiten und ihre Geschichten. Man weiß, welche Kuh schon als Kalb frech war, welche immer als Erste am Tor steht – und bei welcher man Jahre später plötzlich die Großmutter im Gesicht ihrer Enkelin wiedererkennt. 

Genau deshalb fällt uns diese Entscheidung so schwer. 

Aber Verantwortung bedeutet für uns auch, nicht erst dann etwas zu verändern, wenn es gar nicht mehr anders geht. 

Wir möchten unseren Hof nicht danach ausrichten, was irgendwie noch möglich ist. Wir möchten ihn danach ausrichten, was wir auch in Zukunft mit gutem Gewissen vertreten können – gegenüber unseren Tieren, unseren Flächen und den Menschen, die hier leben und arbeiten. 

Und deshalb fühlt sich diese Entscheidung für uns gleichzeitig unglaublich traurig und trotzdem richtig an. 

Wir bleiben der Hof am Seeberg 

Unsere Jerseys dürfen Weidekühe bleiben. 

Unsere Rinder bleiben ein Teil des Hofes am Seeberg. 

Unsere Landwirtschaft bleibt. 

Nur manches wird anders. 

Für uns beginnt damit ein neues Kapitel – mit neuen Herausforderungen, neuen Ideen und hoffentlich vielen Dingen, auf die wir uns freuen können. 

Danke an alle, die unsere Milch gekauft, unsere Kühe ins Herz geschlossen, unsere Ideen unterstützt, uns Rückmeldungen gegeben und unseren Weg begleitet haben. 

Wir hoffen sehr, dass ihr uns auch auf diesem neuen Weg begleitet. 

Euer Hof am Seeberg 
Unsere 60 Jersey Kühe werden harmonisch mit modernster Technik gemolken und genießen ein artgerechtes Leben, im sommer auf der weide und im Winter im großen Laufstall.

Alle unsere Kälber dürfen in Gruppen bei einer Amme aufwachsen. 

Direktvermarktung

Genießen Sie frische, qualitativ hochwertige Produkte direkt von unserem Hof, ohne Umwege. An unsere Milchtankstelle gibt es rund um die Uhr Frische Rohmilch, regelmäßig gibt es bei uns ausgewähltes Fleisch von unseren Jerseyrindern. 

Ackerbau

Wir setzen auf nachhaltigen Ackerbau mit durchdachten Fruchtfolgen für den Erhalt unserer Böden.

Auf unseren rund 100 ha Ackerflächen bauen wir Futter für unsere Kühe an was für eine diversere Fruchtfolge sorgt, unter anderem wächst bei uns aber auch Weizen, Nackthafer, Dinkel, Mais und Sonnenblumen.

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Telefon: 015140565151

E-Mail: johanna.vortmann@hofamseeberg.de

Adresse: Seebergerteich 1, Kraichtal, 76703, Deutschland

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